Standseilbahn – Ein Stuttgarter Original
Die Schnürlesbahn von 1929
Die Stuttgarter Standseilbahn wird von den Einheimischen aufgrund ihrer Betriebsart auch „Schnürlesbahn“ genannt. Weitere Spitznamen sind im Volksmund „Erbschleicher-Express“ oder „Witwen-Express“.

Eine Fahrt mit der nostalgischen Seilbahn, die sich äußerlich annähernd im Originalzustand befindet, entführt die Fahrgäste in wenigen Minuten aus der pulsierenden Innenstadt Stuttgarts in die Stille des Waldfriedhofs.
Die Ausstattung der Seilbahn

Die historische Rarität läuft wie am Schnürchen

Meilensteine in der Geschichte der Stuttgarter Standseilbahn
Seit 1986 steht die Standseilbahn unter Denkmalschutz. Die Bahnverbindung ist seit Ende der 1990er Jahre als Linie 20 ein regulärer Bestandteil des Verkehrsnetzes der SSB. Im Dezember 1999 wurde die Bahn ein Opfer des Orkans Lothar. Ein herabstürzender Baum beschädigte einen der beiden Waggons. Die Seilbahn war danach für einige Wochen außer Betrieb, da der Waggon repariert werden musste.
Rund vier Jahre später kam es zu einer weiteren Zwangspause der Seilbahn. Die Europäische Union (EU) hatte 2003 neue Sicherheitsrichtlinien für Standseilbahnen festgelegt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Seilbahn von Anfang November 2003 bis Ende Juli 2004 renoviert und umgebaut. Danach konnte der Fahrbetrieb weitergehen. Die Seilbahn ist seitdem EU-zertifiziert. Im Jahr 2007 bekam die Betreibergesellschaft SSB für die gute Pflege der Standseilbahn den Denkmalschutzpreis von Baden-Württemberg verliehen.
Bildquelle: ©Residence Immobilien OHG

